Die offizielle Homepage des LIFE-Programmes zum Schutz der Ungarischen Wiesenotter
Durch den Beitritt Ungarns ist die Europäische Union an vielen Tier- und Pflanzenarten reicher geworden. Von den Besonderheiten Ungarns sind die, die nur in unserer Region gefunden werden können, wie die Ungarische Wiesenotter, von besonders großer Bedeutung. Leider ist das Verbreitungsareal dieser kleinwüchsigen Giftschlange in den letzten Jahrzehnten stark geschrumpft und von vielen Lokalitäten verschwunden. Es ist bekannt, dass sie zu den stärksten bedrohten Wirbeltierarten Ungarns zählt. Ihr gesamter ungarischer Bestand wird auf weniger als 500 Exemplare geschätzt.

Um das völlige Verschwinden dieser Art zu verhindern, wurde ein langfristiges Programm ausgearbeitet, dessen Hauptziel es ist, die Erhaltung dieser Art zu sichern. Die vom Ungarischen Vogel- und Naturschutzverband (MME), der Leitung des Nationalparks Kiskunság (KNPI) und der Leitung des Nationalparks Duna-Ipoly (DINPI) gemeinsam eingereichte Bewerbung namens „Sicherung der langfristigen Erhaltung der Ungarischen Wiesenotter (Vipera ursinii rakosiensis)“, wurde von der Europäischen Kommission für eine Unterstützung als förderungswürdig anerkannt. Deswegen wurden zwischen 2004 und 2007 50% des gesamten Budgets des Programms aus dem LIFE+ Fonds finanziert.
Nach dem Abschluss des LIFE-Programmes ist das Schutzprogramm nicht beendet. Dank der Unterstützung, die wir in den LIFE+ Bewerbungssystem erworben haben, sind Schutzmaßnahmen für diese Art zwischen 2009 und 2013 gesichert. Am Projekt „Der Schutz der Ungarischen Wiesenotter (Vipera ursinii rakosiensis) im Karpatenbecken“, sind der Ungarische Vogel- und Naturschutzverband (MME), die Leitung des Nationalparks Kiskunság (KNPI), die Leitung des Nationalparks Fertő-Hanság (FHNPI), der Zoo Budapest (FÁNK), Termeszetfilm.hu (T.HU), der Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel (NNSS), die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH), der Tiergarten Schönbrunn, Wien (TSW) und das Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI) in Wien beteiligt.
Die Teile des Programms sind:
- Landankauf von Lebensräumen der Viper;
- Die Vergrößerung der Lebenräume durch Wiesenrenaturierung;
- Die Ausbildung und Betrieb des Wiesenotter Schutz- und Ausstellungszentrums ;
- Die Freilassung der Otter, die in Rahmen des Zuchtprogrammes vermehrt worden sind;
- Monitoring der Populationen und anschließende Forschungen;
- Aufklärung, Information und Befragung der Bevölkerung, über die Situation der Art und die Wichtigkeit ihres Schutzes.
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