Wiesenotter Schutzzentrum

vip2

Die Idee des Wiesenotter Schutzzentrums ist schon vor Jahren aufgetaucht, da das fortdauernde Verschwinden der Populationen auch das Aussterben der Art möglich erschienen ließ. Das Hauptziel des Schutzzentrums ist das Halten und Zucht der Tiere, die aus gefährdeten Gebieten eingesammelt wurden. In den Freiterrarien des Zentrums ist es möglich Tiere aus den voneinander isolierten Populationen zu paaren, und damit die Binnenzucht zu mindern, die häufig in kleinen, isolierten Bestande vorkommt. Die Jungtiere im Zentrum werden, dank der reichlichen Nahrung und der Ausschließen der Raubtiere, sicherlich in größerer Proportion Fortpflanzungsfähig, als ihre wildgeborene Gesellen. Im Rahmen des Schutzzentrums kann es uns gelingen, viele Fragen zu beantworten, die bisher wegen der zurückgezogenen Lebensweise dieser Art nicht geklärt worden sind. Die so erlangten Informationen können auch die Naturschutzmaßnahmen viele Hilfe leisten. Für die Betätigung des Zentrums ist, in enger Zusammenarbeit mit dem KNPI, das MME verantwortlich, während die Fachtätigkeit des Zentrums von dem Wiesenotter-Beirat überwacht wird, was aus den Fachleuten der Art besteht.   

vip14

Viele Fachleute nehmen in dem Zuchtprogramm teil. Für die tierärztliche Aufsicht des Zentrums sorgt das Zoo Budapest, mit der Leitung von Dr. Viktor Molnár und Dr. Endre Sós. Die pathologische Untersuchung der Verstorbenen Tieren wird von Dr. János Gál, Mitarbeiter der Veterinärmedizinische Universität Budapest ausgeführt. Der Zoo hilft auch mit der Zucht von Geradflüglern, die Nahrung der Otter. Die Voraussetzung eines erfolgreichen Zuchtprogramms sind die genetischen Forschungen, die von dem Laboratorium für Molekulären Taxonomie, des Ungarischen Naturhistorischen Museums, mit Hilfe von Dr. Ágnes Major und Márta Tuschek geleistet werden. 

Die Zucht fing mit 10, aus verschiedenen Vorkommensorten eingefangene Tiere an, die sich schon seit vier Jahren erfolgreich vermehren, so halten wir zurzeit 161 Otter im Schutzzentrum. Auch eine künstliche Überwinterungsgrube wurde entwickelt, die als Schlupfwinkel für die Tiere dient. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Tiere erfolgreich darin überwintern, deshalb haben wir auf einigen Lebensstätten solche Gruben ausgesetzt. In diese Gruben wurden Otter bislang noch nicht beobachtet, aber viele Amphibien benutzen sie erfolgreich.

News (de)